Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
375
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des vergangenen Jahrhunderts, 27a

ten manchem Theologen selbst wirklich dunkle, d, i.unbekannte Zeiten worden sind: so ist ein Blick inLeibnitz Schriften dieser Art die Ansicht einer fastvergangenen Welt, voll Witzes und Scharfsinns,unter Führung des mildesten Lehrers, Denn LeibnitzUrtheile auch von Geistern , die nicht wie Er dach-ten , sind jederzeit so genau aj>s bescheiden. Selbstsogenannten Schwärmern und Spöttern laßt erRecht wiederfahren,, geschweige ernsten, gutmüthigenDenkern. Ueber Shaftesburi, Toland, Pei-let, Helmonk, Peter sen, Arnold u. f. sindseine Urtheile höchst billig; über Eartes, Spi-noza, Hobbes, Puffe ndorf, Lorke, da siesein System anstreiften, sind sie schärfer, jedoch stetsehrenvoll und in dem, was jeder Gutes hatte, dank-bar. Mit Leibnitz gehet man, wie Dante mit Vir-gi>, durch mancherley Regionen der Geister,

Erweise der Wahrheit und Unentbehrlichkett desEhristenthums lagen Leibnitz redlich am Herzen; aufHuets evangelische Demonstration war er dahersehr begierig, die aber seinen Wunsch nicht erfüllte.Leibnitz Erweis des Christenthums war auf die na-türliche Religion gebauet; nach fester Grundlegungderselben sollte man, wie er meyrtte, die Nothwen-digkeit einer geoffenbarten, sodann die alle andernReligionen übertreffende Schönheit der christlichenReligion zeigen. Immer spricht er über diese Ma-terie mit tbeilnehmcndcr Warme, weil er vom Ver-fall des Christenthums viel Uebel für die Welt,selbst für die Aufklärung in Europa fürchtet. DenAtheismus sowohl als Materialismus, geschweigekalte Verachtung oder Verspottung des Ehristenthums