des vergangenen Jahrhunderts.
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In der Metaphysik war Leibnitz Dichter.Er ersann eine göttlich-künstliche Welt,die er dem Eartestanismus, Spinozismus, Epiku-reismus entgegenstellte, und damit allen Schwierig-keiten zu entkommen glaubte. Sein Universumder Seelen war eine für sich bestehende Gemeine,von Gott erweckt und fortwährend-bestrahlt, unterseinen Gesetzen aus sich selbst wirksam; die Körper-welt war ihm ein Kunstgebau; jenem harmonisch ge-ordnet. Allenthalben herrschet in beyden, nach seinemSystem, die schicklichste Convenienz; un-ter dem Möglichen ist das Beste mit weiser Gütegewahlet, da dann über vernünftige Geister Ge-rechtigkeit in einer großen Stadt Gottes walket.Diesen Staat schilderte Leibnitz als ein liebenderKünstler; daher die romantischen Namen der Mo-naden, der präskabilirten Harmonie u. f.die ohne Kenntniß der Begriffe selbst zuerst Mode-worte, dann Spott wurden.
Daß in diesem System viel Wahres und Schö-nes sey, bezweifelt niemand: denn wer dürfte eineWelt der Seelen, wie man sie auch nennenmöge, und eine Harmonie zwischen Geistund Körper laugnen? Daß es sehr reineBegriffe gebe, wenn Gedanken blos als Wirkungenoder Entwicklungen der Seele vom dumpfesten Traumdes Schlummers an bis zum hellesten Zustande derWachenden betrachtet, dagegen die Gesetze der Köv-pecwelt mechanisch-künstlich berechnet werden; daranist auch kein Zweifel. Daß aber das große System