Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
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4öc> VI. Wissenschaftliche Ereignisse u. Charaktere

keit; das war aber damals anbefvhlner Fleiß,keine besondre Neigung. Ich ward auf Kosten desHerzogS von Würtemberq unterhalten; meine Eom-miütonen, die der Fürst in fremde Länder schickte,zögerten aus Liebe zum Vaterlands; ich war härter,und hatte beschlossen zu gehn, wohin man michsenden würde. Zuerst zeigte sich ein astrono-misches Ämt, zu dessen Annehmung ich (die Wahr-heit zu sagen) durch das Ansehen meines Lehrershinausgetrieben ward. Die Entfernung des Ortsschreckte mich nicht ab, sondern die unerwartete undverachtete Art des Amtes. Ich trat es an mitMehr Zuversicht auf meinen Verstand als auf meineGelehrsamkeit, und düng mir aus, daß ich meinemRecht auf eine andre Lebensart, die mir glänzenderschien, dadurch nicht entsagte. Meinen Fortgang indieser Art von Gelehrsamkeit die ersten zwev Jahreüber zeigt mein IVl)' 8 t 6 riuirr cc-rmoArapfticuirn, woman auch findet, wie mein Lehrer Mastlin michreizte u. f." — Ein harter Eingang in die astrono-mische Welt, wie unähnlich dem Eingänge New-tons !

Der Fortgang darin ward Kepplern nicht er-leichtert. In Gratz, wohin er als Astronom berufenwar, erschien zuerst von ihnr ein — Kalender!und — der xroclrornus rnvsterii cosrrroArazftricn.Für deS letzten Dedicakion erwartete er eine Ver-geltung von den Standen in Steycrmark, die erwahrscheinlich nicht erhielt; das Werk selbst wardnicht anders gedruckt, als daß der arme Autor demDrucker 200 Exemplare käuflich abnehmen mußte.So war in die Schriftsteller-Welt KepplerS Eintritt.