464 VI. Wissenschaftliche Ereignisse u. Charaktere
Regensbucg, wo Reichstag gehalten ward, wolltezurück nach Linz; aber von Arbeit und Reisn er-mattet, siel er in eine Krankheit, an der er i 63 a.fromm und sanft starb; noch hatte er sein 5 gstesJahr nicht vollendet. Auf dem Peterskirchhofe warder begraben. Seine Verlassenschaft war22 ganze Rcichsthaler22 Fl. wegen verkauften Roß und einigeGnadenpfennige. Ansoderungen dagegen an kaiser-liche Majestät 21,807 Fl. , außerdem beträchtlicheFederungen an Landstande., Beamten und Privat-personen. llrlss ! xoor Leppler I
Sein Sohn Ludwig, ein Arzt, war indeß miteinem .Ocstecrcichischen Baron auf Reisen gewesen,und hatte in zwey Jahren keine Nachricht von denSeinigen gehabt; nach seiner Rückkunft schrieb eran sie von Frankfurt aus in die Lausitz. Da kamseine verwittwete Stiefmutter mit vier Unmündigen,ohne Geld, in schlechtem Zustande, an einen Ort,wo Thcurung war. Sie brachte die unvollständigenExemplare eines Traums mit, den Keppler einstzu seinem Vergnügen aufgesetzt hatte, foderte dieErgänzung des Traums, um etwas dafür zu gewin-nen , suchte Hülfe bey dem Sohn, der selbst AndrerHülfe nöthig hatte. Ach, armer Keppler!
Im Jahr 1724, also fast 200 Jahre nach sei-nem Tode wollte ein andrer armer MathematikerKepplcrs Schriften in 22 Foliobanden drucken lassen*).
Der
st Ossignntio opp. Kepplsri gase pnrstn linkst
Hsnsclriirs eältloni per sijkseriptlonssnnriäns 1724.