Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
16
JPEG-Download
 

>.6 I. Unternehmungen d. vergang. Jahrhunderts

aller Verständigen nicht gefolget? Steht in Pvi-reks Schrift, die er herausgab *), nicht viel Wah-res und Gutes? Sprechen alle seine philosophischeSchriften nicht rvahr« Vernunft, politische Klugheit,Kenntniß seiner selbst und andrer, eine honetteSittenlehre ? Und giebts einen edleren Enthusiasmus?

Wenn G, Arnold, ein schwächerer Kopf,Traumen der Mystiker zu sehr anhing, blieb deß-halb seine K irc h eng s sch i c hte ohne Frucht?Sorgsam wurden ihre Unrichtigkeiten aufgesucht undberichtigt, bitter ihre Schwachen gerügt; im Ganzenaber, indem sie die alte auSgefahrn« Bahn verließ,brach sie eine neue Bahn. Theologen in Helm-stadt, (einer Universität , die sich seit ihrer Stiftung' eines liberalen Studiums beflissen hatte) unter welcheauch Moshe im gehöret, späterhin Seniler,Spittler, Plank u. a. fuhren auf der Straße,die Arnold unkrittisch, aber frommgläubig, mithinmuthig eröffnet hatte, weiter. Jetzt vertheidigt Nie-mand mehr eine heilig verfolgende Kirche.

Selbst Dippel, der freche Dippel ist demLukherthum nützlich gewesen. Schämet man sichnicht und erstaunet, wenn man hier, da und dortdas heimtückische, arrogante Betragen ganzer pro-testantischer Ministerien damaliger Zeit liefet? Klein«und kleinliche Päbste! Um so giftiger, weil ihnenzum Verfolgen nicht nur die Macht, sondern auch

das

*) Os eruäitlone solicla, superLeisris et !