24 I. Unternehmungen d. «ergänz. Jahrhunderts
Europäer. Das eben hat ihre schrecklicheMythologie zahlloser Götter gegeben, die den Euro-päern viel Kopfbrechens verursacht haben. Wie un-erhörte, lanae, viele, schwere Namen! welche Ver-wandlunaen! welche Mahrchen! Hinweg mit ihnen;es ist nur Ein Gott!
Asiat. Laugnet dies Ein Braman? Bilden siesich nicht vom obersten Wesen so rein - erhabneVorstellungen, wie sie der gemeine Europäer kaumzufassen vermag 2 Und diese reinen erhabnen Weisenwolltet Ihr zu Eurer in den dunkelsten Jahrhunder-ten der Menschheit entstandenen Scholastik bekeh-ren?
Europäer. Das Volk aber hangt an Pago-den, Götzenbildern und Gebrauchen.
Asiat. Das Eure Nicht? Und woran hangenEure Weisen? An barbarischen Wortformeln, denelendesten Symbolen. Wie geduldig und mühsamsuchen sich Jene zu cntkörpern, um den Einen zufinden, der, Bildlos selbst, Alles reget! Ihn sofest ins innerste Gemüth zu fassen, daß Er allein daewig lebe, ist der Zweck ihrer stillen Beschallung.Hast Du Geduld, einige Bramanische Andachtenvon diesen Palmblattern zu hören?
Wünsche der Bramen.
„Laß uns die höchste Herrschaft der Gottheitanbeten, der Sonne, die Alles erleuchtet, Alles er-quickt, von der Alles kommt, zu der Alles kehret.Wir rufen sie an, um unsern Verstand gerade zuIhr zu richten, auf unserm Wege zu Ihrem heili-gen Sitz."