128 I. Unternehmungen d. vergang. Jahrhunderts
Lehren der Kirchen unternahm; im Letzter» konnteer ja widerlegt werden^ An Toland z. B. werwird an ihm den vielbelescnen Mann, den hellenKopf, den warmen Prüfer verkennen ? wenn er gleich,durch Verfolgungen erbittert, von Schrift zu Schriftseine Feder in schärferen Essig tauchte. Sein Buchnot rn^stkrious, „daß das Christen-thum keine Geheimnisse enthalte," hätte einen nichtnur unschädlichen, sondern wahren und schönerenGesichtskreis gewonnen, wenn er seinen Plan imSinne des Christenthums selbst verfolgt hätte. Dennsagt und behauptet dies nicht selbst, daß es ein ent-hülltes Geheimniß, Offenbarung eines bisher ver-borgen gewesenen göttlichen Rathes sey? Saget sienicht selbst, die Zeit der Geheimnisse, Typen undEmbleme, die Rärhselzeit sey vorüber? Hattejemand ihm friedlich eine Schrift dieses Inhalts voll-wichtig und überwiegend entgegen gestellt, was konnteToland dazu sagen? Dgß er mit seinem Amyn-tor, mit seinem Nazarenus, mit seinem 'Auf-satz „vorn Ursprünge des Jüdischen Volks" Prüfungveranlassen wollen, saget er selbst; das vergangeneJahrhundert hat sie angestellt, das angetretene wirdsie fortsetzen; denn geendet ist die Prüfung bei wei-tem noch nicht, zu der Toland (nur zu aufge-bracht und ungestüm) aufforderte. Und dann, werdarf läugnen, daß er mit seinem Leben Mik-rons, mit seiner Ausgabe von Harri ngtonsOceana, mit seiner Untersuchung des «ruewrund andern Schriften sich wirkliches Ver-dienst erworben? Ein größeres wäre ihm geworden,wenn >er, ein gebohrner Jrländer, der Galifch
verstand,