zu Beförderung eines geistigen Reiches. 141
nicht einhergehendcn Menschen. Kein Laster ist, daseinen Menschen so mit Schande bedeckt, als Treu-losigkeit und Falschheit. Daher Montaigne'wenn er untersucht, warum das Lügen für so schänd-lich und schmählich gehalten werde? scharfsinnig sagt,„daß, wenn man es recht nehme, so sage man voneinem Menschen, den man Lügner nennet, zugleich,daß er frech gegen Gott, gegen Menschen feig sey."Denn ein Lügner insultirt Gott, indem er sich voreinem Menschen krümmet und beuget. Gewiß, wiehäßlich und verderblich Falschheit und Treu-losigkeit sey, kann nicht besser als dadurch aus-gedruckt werden, daß durch sie, als durch das letzteGeschrei, der Gerichtstag Gottes über das Menschen-geschlecht werde herabgerufen werden : denn es ist ge-weissagt, daß bei seiner zweiten Ankunft Christuskeine Treue finden werde auf Erden.
ro.
Mandeville's Bienenfabel.
S.
/o frei das Feld seyn muß, das dem mensch-lichen Geist in Erforschung jeder Wahr-heit, (es betreffe diese die Gründe und Beschaffen-heit oder den Umfang unsrer Erkenntniß in allge-