Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
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I- Unternehmungen d. vergcing. Jahrhunderts

Würde dagegen einem Würdigen die ihm gebüh-rende Ehre entzogen; seine Würde hat man ihmdamit nicht geraubt , vielmehr glänzt diese in denAugen aller Verständigen dadurch reiner. Dennüber Ehrenbezeigungen und Ehrenzeichen geht —Achtung.

Achtung kann dem Achtungswürdigen einNicht- oder ein Nic htsachtendec versagen.Der Erste aus Leersinn und Zerstreuung, für welcheEr denn selbst keine Achtung erwarten wird; denZweiten, den Nichtsachtenden, dem Nichts heilig undAchtungswerlh ist als Er selbst, wirst man zuerstselbst aus dem Tempel: Nil sscri irr 1s sst,1st.ro! wie jener Philosoph zum Halbgott Herkulessagte, als er ihn im Heiligthum erblickte. ^

Staat kommt von Stand und stehen her; iich wüßte nicht, wie er stehen könnte, als mit wirk-lichen, nicht mit Scheinkraftcn aus- und zum Scheine;sobald man sich unter Staat leere Pracht und Herr-lichkeit, einen Popanz denkt, o so haben die HerrenStaaten und Stande genugsam gezeigt, wieman ihnen begegne, und wie es mit ihnen daransey. Tugend ist Tüchtigkeit, Tauglich-keit und zwar zu einem edlen, guten Endzweck,also Kraft und Seyn; wie kann diese derSchein ergänzen? Er gehet vorüber. Auch derSchein alter ehrwürdiger Geschlechter,verlebter Na t i o na l g la n z; er leuchtet, wiemanches alte Holz im Dunkeln, am hellen Mittageeben nicht also. Wenn Ri chelieu sagt *), daß,

) Lsprit äos loix, I„ III Olisp, V.