zu Beförderung eines geistigen Reiches. igZ
„Im Morgenlande also wohnte der wohlbekann-te, aber selten gesehene und nie erforschte VogelPhönix, dem man viel Wissenschaft und Kunst zu-traute; ein Kind der Sonne, der Vogel des Para-dieses. In Dies flog er oft; von zween seinerBäume dauere er sein Nest, vvm Baum der E r-kcnntniß' und vom Baum des Lebens. Jahr-hunderte lang lebte er, bis im Ringe des Schicksalsdie Zeit seiner Verjüngung und Erneuung kam. Dannzündete seine Mutter, die Sonne, das Nest an; dieZweige vom Baum der Erkenntniß gaben dem altenPhönix den Tod; die Zweige vom Baum des Lebensgaben dem jungen Phönix neues Leben."
„Mit dem Ende, ich weiß nicht welchesJahrhunderts starb Phönix, der Alte. „Mutter-Sonne, (sprach er im letzten Augenblick, uird sahsehnend auf sie;) ende meinem Geschlecht sein ein-sam-verborgenes, nur seiner Seltenheit wegen ge-priesenes, rathselhafteS Daseyn! Belebe mich, wennich erwache, wie du willc, nur frei im Fluge, undMenschen nutzbar. Thu' es, allsegnende Mutter!"sprach er und senkte sich nieder. Mit dem freund-lichsten Blick antwortete ihm die scheidende Sonne,zündete sein Nest an und aus der Asche des Ver-storbnen erstand — kein Phönix mehr; ein lichterGenius schwang sich empor, ein verborgner Schuh-geist der Menschen. In Dsinnistan wohnt« ; aber wem und wenn er will, darf er erscheinen,warnend, helfend, segnend. Seine nützliche, steteThätigkeit beschäftigt und erfreut ihn so sehr, daßer sich nie mehr nach seinem allen Phönixnestesehnet."