Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
212
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2i2 1 . Unternehmungen d. vergang. Jahrhunderts

„In seinem Anzüge waren ein Muster von Net-tigkeit und Simplicität. Eine dich'tgefaltete Binde,ein Kleid mit einem schmalen stehenden Kragen, keineKnieschnallen, weder Sammt noch Seide an feinemganzen Körper, dabei ein Schneeweißes Haar —dies Alles gab ihm ein gewisses apostolisches !Ansehen. Dabei war Ordnung und Sauberkeit überseine ganze Person verbreitet."

„Die Talente, die er als Prediger besaß,sind ziemlich allgemein anerkannt. Sein Anstandauf der Kanzel war natürlich und einnehmend, seineAction ruhig und ungezwungen, dabti gefällig undAusdruckvoll. Seine Stimme nicht laut, aber sehrverständlich und männlich; sein Styl einfach, ver-traulich, und den Bedürfnissen der Zuhörer sehr an-gemessen. Indeß waren, wenn man auf die Aus-arbeitung selbst sieht, seine Vortrüge sich sehrungleich. Die beständige Beschäftigung mit Brief-schreiben, Schriftstellerei, Krankenbesuchen u. f. warnuch nicht allein daran Schuld, daß er oft schlechterpredigte. Die Ermattung der äußern Ord-nung und Verfassung se in e r So ci e ta-ten hielt er bei weitem für wichtiger und schwerer,als die Verwaltung des öffentlichen Lehramts. Erversichert selbst irgendwo: „predigen könne er des !TagS drei - bis viermal ohne die geringste Beschwer- ^de, über die andern Sorgen für die Gesellschaft woll-ten oft seine Kräfte übersteigen."

„Einige haben W es lep für einen mittelmäßi-gen Kopf gehalten. Denen kann ich nicht beistimmen.Seine ControversschrifteN, seine in Oxford allgemeinanerkannt« vorzügliche Geschicklichkeir, und die große