Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
245
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zu Beförderung eines geistigen Reiches. 24S

Kein Volk auf Erden schärfet mehr sein Schwert,Das freudig jetzt zur Sichel wiederkehrt.

Der Vater pflanzet, was der Sohn genießt.

Den Oelbaum, der von Saft des Fleißes fließtDen Palmbaum, der, ein Segensvater, blühtUnd einen Palmmhayn um sich erzieht.

Was hör' ich rauschen in der Wüstenei?

Ein neuer Quell? wer rief den Quell herbei?

Der Fleiß, ein Wunder st ab in Menschenhand,Grub ihn hervor; nun wird die Wüste Land,

Nun steht in Blumen selbst die Felsenwand.

WaS seh ich? Weiden nicht zusammen hier?So Wolf als Lamm, so Mensch als Ticgxrthier KMit Blumenfesseln zieht der Knabe dortDen Löwen, neben ihm die Löwin fort.

Und hier? mit Schlangen spielt das süße KindUnschädlich, lernet nicht, was Schlangen sind.

Ins Nest der Drachen dringt der Knabe kühn,

Der Drache selbst, er küßt umschlingend ihn.

Ihr Bilder flieht! die Wahrheit tritt hervorAllharmonie, sie öffnet Salcms Thor,

Und ewig zichn die Völker aus und einMit Gaben, die sie Gottes Altar weihn.

Wie? Gottes Altar? In der tiefsten BrustIst jeder Gottes Altars sich bewußt;

Da glänzet, da erquicket und gebeutAllvaters Güte, seine Freundlichkeit.Den Völkern in der tiefsten SchattennachtIst Morgenroth und Sonne aufcrwacht.

Und keiner sagt zum andern: „lehre michErkennen Gott!" Ein jeder lehret sich.