Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
259
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der Humanität. 2S9

und Willkühc so vieles abhängt? In Verfassungenvon freier Eoncurrenzcher Verstandes- und Gemülhs-kcäfte, so wie der Kunst und des Fleißes ist dasAuge der Mitkämpfer und Mitwecber gewiß nichtträger, aber verständiger auf einander gerichtet. Mangewöhnet sich Glück und Unglück, Reichthum undArmuth, Verdienst und Trägheit natürlich anzuse-hen, forschet den Mitteln nach, wodurch jener sichhob, dieser sank; so lernt man von beiden. Schonder alte Hesiodus unterschied zwo Gattungen derEifersucht, die böse und die gute; diese beschreibt erals nützlich, jene als niederträchtig und schädlich.Je mehr sich die Einrichtung menschlicher Dinge bes-sert , um so mehr muß auch der falschen EifersuchtZaum und Zügel angelegt werden, indem nämlichdie freie und edle Eifersucht emporkommt. Wer solltesich nicht einen Zustand denken können, in welchemalle Handlungen und Vortheile der Menschen natür-lich betrachtet, mithin auch also geschätzt und erwor-ben werden? Da tritt sodann das Gute und Bösegleich ans Licht; jeder darf frei darüber sprechen unddaran lernen. Wie weit Wir aber noch von diesemZiele sind, mag nur der Markt der Wissen-schaft zeigen. Wie selten urtheilt ein Beurtheilerfremder Werke nach der strengen Frage: „welche„Fehler hat mein Mitbürger begangen? und was ist„die Ursache davon? hat dieser, redlich betrachtet,„seine Sache weiter gebracht? wodurch ists ihm ge-lungen? und was stehet andern Mitbürgern noch„zurück?" Und doch ist diese Frage die einzig-billi-ge, nützliche und gerechte; sonst urtheilen nur Sklavenoder Despoten. Von uns sey dieser Geist des kleinen

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