der Humanität. .285
„Traurige Folge der menschlichen Hinfälligkeit'der Mensch ist nicht alle Tage sich , selbst gleich. Lftzerstören sich ihre Entschlüsse eben so schnell, als siesie fassten. Der Spanier sagt sehr vernünftig: „die-ser Mann ist brav gewesen." Könnte man nichteben so wohl sagen: daß große Männer eS nicht im-mer, nicht allezeit sind?"
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„Wenn ich etwas wünschte, so wäre es, gelehrteund gescheidte Leute, um mich zu haben; ich glaubenicht, daß eine Sorge um sie sich nicht sehr belohnte.Zuerst ist es eine Achtung, die man ibrem Verdienstschuldig ist; sodann ein Bekenntniß des Bedürfnisses,das man hat, von ihnen Licht zu bekommen. Ichkomme kaum von Erstaunen zurück, wenn ich denke,daß eine cultivirte Nation, die, vom Genie unter-stützt, im Besitz des guten Geschmacks ist, denSchatz nicht kennet, den sie in ihrem eignen Schooßeträgt.
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„Meine jetzige Muße laßt mir Zeit, mich zubeschäftigen, wie ich will. Sie soll mir also nützlichund eine weise Muse werden, indem ich Philosophieund Geschichte studire, und mich mit Poesie undMusik vergnüge. Ich lebe jetzt als Mensch, undziehe dies Leben der majestätischen Gravität und demtyrannischen Zwange der Hose unendlich vor. Uebec-haupt kann ich keine Lebensart, nach der Elle ab-gemessen, ausstehn; nur die Freiheit hat für michReize.