3^8 II. Briefe zu Beförderung
mer wirds Kriege, Processe, Verwüstungen, Pest,Erdbeben, Banquerotte geben; um solche Dinge dre-hen sich die Annalen der Melk. Für Unglücksfalleist die Aegide des Zeno gemacht; die Kranze aus demGarten Epikurs sind für das Glück.
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„Ich stehe auf dem Punkt, mich mit denRussen zu setzen; es bleiben mir also nur die Köni-gin von Ungarn, die Mandarinen des heil. Reichsund die Lappländischen Räuber fürs künftige Jahrübrig. Mein Her; hat mich diesen Gang thunheißen, ein Gefühl der Menschlichkeit, das gern dieStrome Bluts versiegen machen möchte, die beinahunsre ganze Sphäre überschwemmen, das gern denMördereien, Barbareien, Mordbrenncreien und allenden Abscheulichkeiten ein Ende machen möchte,die Menschen gegen einander ausüben, und durch dieunglückliche Gewohnheit, sich im Blute zu baden,Tag für Tag wilder werden. Dauret dieser Kriegfort, so muß Europa in die Finsterniß der Unwissen-heit zurückfallen, und unsre Zeitgenossen werden wildeThiere. Es ist Zeit, diesen Scheußlichkeiten einEnde zu machen. Alles dies Unglück ist eine Folgeder Ehrsucht Oesterreichs und Frankreichs. Laß sieihren ungeheuren Projekten Gränze setzen; laß, wenndie Vernunft sie nicht weise machen kann, siedurch die Ecschövfung ihrer Finanzen, durch denÜbeln Zustand ihrer Sachen weise werden! Er-rathen mögen sie, wenn s,- hören, daß der Himmel,der die Schwachen gegen den Anfall der Starkenunterstützt hat, den ersten auch Mäßigung genugverlieh, um von ihrem Glück keinen Mißbrauch zu