Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
306
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3o6 II. Briefe zu Beförderung

B. Dem er dazu nicht beiwohnen durfte!

A. Nothwendig ward Friedrich ihm als Nach-bar , als Feind feines Hauses, noch mehr aber alsder König und Kriegsmann, für den er damals miteinem ganz einzelnen Glück und Ruhm galt —

B. Und immer gelten wird! —

A. Ein Gegenstand der dringendsten Nacheife-

rung.

B. Und worin eiferte er ihm zuerst nach?

A. In Allem. Er wollte selbst regieren,wie Friedrich.

B. Das Selbstregieren ist ein erhabener Gedan-ke; wäre es aber vom Alleinbe fehlen nichtsehr unterschieden? Friedrich theilte die Geschäfte, dieauszuführen waren, mit großem Bedacht nicht nur«in, sondern auch aus. Er verrichtete, was für ihngehörte, mit Leichtigkeit und überließ andern, Wa-ste thun sollten.

A. Das that Joseph auch. Haben Sie das Re-glement nicht gelesen, das er bei seiner zweiten Reisenach Italien den Chefs aller seiner Departements nach-ließ ? Er wollte nur besohlen haben, und sie solltenausführen; sie sollten seine Befehle selbst nach Ortund Stelle modrsiciren.

B. Das ist mehr, als ein Gesetzgeber sonst zugestatten pflegt. Aber auf die Geschäfte und die Ge-schäftigkeit des Monarchen selbst wieder zu kommen,Friedrich sah nicht nur, sondern er übersah auch

- Vieles, sobald er nur seinen Hauptzweck erreicht«.