S22 II. Briefe zu Beförderung
A. Seine Fehler hak Joseph schwer gebüßet —
B. Und in sein Grab genommen; das Gute,das er gewollt und Anfangs weise bewirkt hat, wird,obwohl Eines Theils in zerfallenden Resten, bleiben,und dereinst glücklicher an den Tag treten: denn esist dem größten Theile nach ein reines Gutezum Ertrage der Menschheit. Er hat eSseinen Nachfolgern schwer gemacht —
A. Ich dachte, leicht gemacht: sie dürfen nurseiner Bahn folgen.
B Vor der Hand schwer gemacht. Er hat anallen Säulen gerüttelt und den Staat beweget. Werkünftig hin eine Säule nur angreift, wird die Auf-merksamkeit aller auf sich ziehen, und man wird ihndurch Liebkosungen und Schreckbilder von dem Werkabzuziehen suchen, das Joseph begann und unmöglichendigen konnte. Er hat die Bedürfnisse seiner Staa-ten tiefer gekannt, als vielleicht kein Regent unsrerZeiten,
A. Und ämsiger besorgt, als vielleicht kein Re-gent unsrer Zeiten. »
B. Dft ist der Will« größer , als die That;das Unternehmen edler als die Ausführung. Ichweiß nicht, ob viele nach seinem Tode viel zu sei-nem Lobe schreiben werden; aber was man dazuaus Ansicht der Dinge schreibt, wird die billigereNachwelt gut heißen, seinen Schatten ehren, undnicht Mehr mit Bedauren, sondern mit frohem Er-staunen einst sagen: „auch Er schon sah dies, undwollte!"
A. Kennen Sie seinen Brief, den er im Jahr