L-i Br i efe zu Besärderung
von der manche, die auf diesen Namen schmähen,fast keinen Begriff haben, muß man sie lesen. Dieganze Denkart, ja ich möchte sagen, der Witz, diePhantasie, selbst die täuschende Sophisterei Augustinsist in ihnen. Unser Autor ist über ihn nur kurz ge-wesen: denn über Augnstin müßte man ein Buchschreibe».
Welche Kampfe Hai der arme Acostä sich zu-gezogen! welche Verfolgungen der redliche Juniusstandhaft ertragen'. Auch bei Comenius siehet manseinen zwar nicht tiefdringenden, aber viel umfassen-den Geist, seinen allenthalben aufs Nutzbare, aufReform der Wissenschaften und Schulen gestelltenSinn. Ueber ihn, der für sein Zeitalter mehr alsBasedow war und noch mehr hätte seyn könnncn,wünschte ich, daß Jemand ausführlicher spräche.
Holbetgs Leben ist äußerst merkwürdig undunterhaltend, wie es auch der Mann selbst war. Inseiner Zeit und Lage, nach einer solchen Jugend,hat er ungemein viel geleistet; er riß sich selbst überdie Denkart seines Landes hervor, und ward, zwarin keiner Bemühung ein Stern erster Größe, allent-halben aber ein freundlicher Stern mitten im dichten Ne-bel. Manche seiner Schriften sind noch jetzt sehr les-bar, zumal sein Klimm und seine Briefe. Unterden Alten waren im PlUtacch und Lucian, Te-renz, Ovid, Juvenal, Pekron und Plini-us, unter den Neuern nebst einigen Geschichtschrei-bern G r o ti u s, B a y l e, Ie C! erc, Molieredie liebsten i man siehet die Spuren davon in seine»Schriften, in denen sich nirgend ein tiefer, allenthal-ben aber ein Heller, lebhafter, vernünftiger, Morali-scher Geist zeiget.