Band 
Adrastea III. Schluss der Briefe zu Beförderung der Humanität.
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Ikx, Briefe zu B e fvrde ru N4

„weil ein Fehler meines Gedächtnisses eine Lücke in„meiner Erzählung verursachte. Ich zeigte mich wie„ich war, verachtenswürdig und niedrig, aber auch„gut, edelmüthig, erhaben, wenn ich es war: mein„Inneres entschleierte ich, wie du es selbst kanntest.„Ewiges Wesen, versammle um mich die unzählbare„Menge derer, die meines Geschlechts sind, und laß„sie meine Bekenntnisse hören. Sie mögen über das„Unwürdige in mir seufzen, über das Niedrige in„mir erröthen; aber jeder von ihnen enthülle vor„deinem Thron mit gleicher Aufrichtigkeit sein Herz»„und dann sage ein Einziger von ihnen allen wenn„er es sagen darf: ich wär besser als dieser!" —Ohne Zweifel, m. Fc., steigen Ihnen mancherleyGedanken bey dieser Ausforderung auf, und es istschwer sich darüber zu erklären. Rousseaus Cvnfes-sionen bedürfen aber auch dieser vorlaufenden Erklä-rung nicht; Blatt zu Blatt sieht man in ihnenden sonderbaren, in seiner Art einzigen Mann, derbei dieser seltnen Ankündigung weder großsprechen,noch eine Lüge sagen wollte.

Rousseau hatte Feinde und gewiß mehrals er deren zu haben verdiente: sie gingen zumTheil mit ihm auf eine niedrige, schändliche, bäßlicheArt um, und verbitterten sein Leben; das ist wahr.Und eben so wahr ists, daß seine kranke Phantasiesich viel mehr Feinde einbildete, als er halte, und daßer diese sich viel schwärzer machte, als sie gegen ihnseyn wollten. Bei der stärksten Manncsberedsam-keit war und blieb er ein Kind in Ansicht und Be»Handlung der Menschen; sein Geist war stolz, seineGrundsätze waren edel, und doch kann man es sich