der Humanität.
Höh« übertraf er alle seine Unterthanen; er warganz roth, da doch die Neger sonstkn die schwarzeFarbe vor die schönste halten; sein Körper warmager und beinahe einem Schwarzen ähnlich, derdie Schwindsucht hat; seine Hände und Füße wa-ren doppelt so lang, als sie nach dem Verhältnißseines Körpers seyn sollten. Unsre Gesandten ver-sicherten, daß sie ihn nicht ohne Grauen ansehenkönnten, und dieses hielten die Schwarzen für einegroße und vornehme Eigenschaft, für die man Ehr-erbietung haben müsse."
Oppoccu giebt außen vor seinem Hause, un-ter einem großen, von Gold verfertigten und mitZweigen und Blattern versehenen Baum Audienzoder Gehör. Sein Thron besteht aus einem Gold-klumpen , den acht Männer aus- und eintragenmüssen; sie binden ein Tau um denselben, undstecken ihre Stangen dadurch. Er bedi.nt sich zu-gleich eines goldnen Beckens, in welches er seineFüße setzt. Seine Bedienten müssen ihm täglichzweimal seinen ganzen Körper beschmieren, und den-selben, so wie die Haare, mit Goldstaub pudern.Alsdenn ertheilt er Audienz. Man wird aus eineAudienz dieser Art begierig seyn; hier ist sie:
„Der Gesandte der dänischen Handelsgesellschaft,Noy, hatte dem Oppoccu durch einen Akkraer(Leibsklaven) melden lassen: er möchte gerne nach
Römer S. ikb.