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Adrastea III. Schluss der Briefe zu Beförderung der Humanität.
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i6o Briefe zu Beförderung

rendeS Publikum suchten, nichts als was auch Wirbaden, der Beifall und die Stimme dererlesensten edlen Römer. Diese hörten ih-ren Vertrag oder kauften ihre Rolle; sie billigtenund mißbilligten, wie es ihnen gutdünkte. Daßaber in den bessern Stellen ihrer Gedichte Lucrezund Catull, Horaz und Virgil, Lvid,Tibull, Proper; u. a. so classisch - ausgearbeitet,vcllendet und schön schrieben, zeigt, daß sie sich fei-nere Vorbilder, schärfere Leser und ein HöheresPub-likum dachten, als viele unsrer Dichter und Schrift-steller zu denken gewohnt sind. Ihre eigne Bildung,und die Höhe, auf welcher Rom stand, trug dazubei. Der Geschichtschreiber Roms schrieb die Ge-schichte der Weltmonarchin; ihre Dichter sangen inder römischen Sprache; in dieser stellten ihreRcchtsverständigen Urtheile aus, als die Stimmeihrer großen Redner dahin war; — mit dem Allenkönnen wir uns nicht gleichen. Wenn aber unsreSprache eine Schwester der Griechischen ist, dadie Römische nur die angenommene Tochter dersel-ben war: so hatten wir, sobald wir uns zur rö-mischen Denkart erheben könnten, eine weitere Lauf-bahn vor uns als Jene. Ueberwinder der Weltwollen wir nicht werden; was aber in uns römi-schen oder (wenn dieser einst größere Name nocheinen Werth hat,) deutschen Charakter enthalt,warum sollten wir das einer Sprache nicht gebenkönnen, die einst in viel roherem Zustande auch eineHerrinn der Welt war? Dichter und Geschicht-schreiber, Rechtslehrer und Gesetzgeber, warum

wurdet