Briefe zu Beförderung
rLo
diese kleinen Gesellschafterinn; diese Ge-setzgebung begünstigte diese, und leitete von ihnenursprünglich ihre ganze Energie her. Es war dasLand der Vater, das man beschützte, es warenJugendgenvssen, Geschwister und Freunde, nach de-nen man sich sehnte; den Bund der Liebe, denJünglinge schloffen, billigte und nützte das Vater-land. Mit seinen Freunden wollte man begrabenseyn, mit ihnen genießen, leben und sterben. Undda die edlen Vorfahren dieser Stämme das Gemein-wesen , zu dem sie gehörten, unter dem Schutz derGötter errichtet, mit ihrer Mühe und Arbeit be-zeichnet, mit ihrem Blute besiegelt hatten: so wardden Nachkommen der Bund solcher Gesetze, als einmoralisches Vaterland heilig: denn höherschätzten die Griechen nichts, als das Verdienst derbürgerlichen Einrichtung, dadurch sieGriechen geworden, und über alle Barbaren derWelt erhöhet waren. Die Götter ihres Landeswaren die schönsten Götter; seine Helden, Gesetz-geber, Dichter und Weise waren in Einrichtungen,Liedern, Denkmalen und Festen unsterblich; hiemitprangten ihre öffentliche Plätze und Tempel; derSieg der Griechen über die Perser allein machte ih-nen ihr Land, ihre Verfassung, ihre Eultur undSprache zur Krone des Weltalls. Im Aether sol-cher Ideen schwammen die Griechen, wenn sie denNamen des Vaterlandes oft edel gebrauchten, oftauch mißbrauchten. Mehrere Städte theilten diesenRuhm, jede auf ihre Weise. Und was Rom sichan seiner Weltbehecrscherin, dem Sammelplatz allesSieges und Ruhms dachte, davon zeigt die Römi-sche Geschichte.