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Adrastea III. Schluss der Briefe zu Beförderung der Humanität.
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264 Briefe zu Beförderung

Und ich, der ich es zuerst wage, welchen Widersprü-chen und Tracaßerien setze ich mich aus! Welcheines Muths, welcher Geduld habe ich nöthig!"

„Woher kommts, daß in England der falsch-französische Geschmack die bösen Wirkungen nichthervorgebracht hat, wie in Deutschland? Die Ursa-che ist klar. Die Neigung für unsre Literatur undSprache war da viel gemäßigter. Der Nationalhaßerregte Mitbewerbung; man las nicht sinnlos, manstarrte nicht bewundernd an, sondern eiferte nach undvoran. Diese Eifersucht, so ungerecht sie manchmalwar, hatte für die Nation eine gute Wirkung.Man ließ sich nicht unterjochen, am wenigsten soweit, daß man seine eigne Sprache aufgegeben, dieWerke seiner Mitbürger verachtet und diese durch denMangel an Aufmerksamkeit für ihre Bemühungenganz muthlvs gemacht hatte, wie man es in Deutsch-land gethan hat; und am Ende, wozu gethan hat?Um eine fremde Sprache schlecht zu verstehen, sienoch schlechter,,;» sprechen, und in ihr nichts alsThorheiten zu lesen. Schöner Gewinn dafür, daßma^l in seinem Lande ein doppelter Barbar wird!Lohnte dies der Mühe, sich mit unsrer Literatur zuüberstopfen, gesetzt diese hätte auch tausendmal mehrVerdienst, als man ihr zugesteht, um solchen Preis?"

„Verhehlen kann man sichs also auch nicht,daß der Fortgang beider Nationen, der englischenund deutschen, sich wie ihr verschiedenes Betragenverhalte. Hier entscheidet die That; ich will undkann nicht entscheiden. Daß die englische Literaturdie deutsche an Verdienst übertreffe, erweiset sich« au-genscheinlich dadurch, daß man in Deutschland, wie