Band 
Adrastea III. Schluss der Briefe zu Beförderung der Humanität.
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Briese zu Beförderung

als ein Zeichen des Eintritts in die Gesellschaft vonguter Erziehung, als ein Standes - Ranges- undEhrenzeichen;) zur Dienerschaft sprach man wie manzu Knechten und Mägden sprechen muß, ein Knech t-und MagdeDcutsch, weil man ein edleres,eins besseres Deutsch nicht verstand und über sie indieser Denkart dachte, wenn dies ein ganzes reinesJahrhundert ungestört, mit wenigen Ausnahmen, sofortging; dürfen wir uns wobl wundern, warumdie Deutsche Nation so nachgeblieben, so zurückge-kommen, und ganzen Ständen nach so leer und ver-ächtlich worden ist , als wir sie leider nach dem Ge-summt - Urtheil andrer Nationen im Angesicht Euro-pas finden r Bis auf die Zeiten Maximilianswar die Deutsche Nation, so oft auch ihre Ehrlich-keit gemißbraucht ward, dennoch eine geehrte Na-tion; standhaft in ihren Grundsätzen, bieder in ih-rer Denkart und Handlungsweise. Seit fremde Völ-ker mit ihren Sitten und Sprachen sie beherrschten,von Karl dem fünften an, ging sie hinunter. DieReformation trennte, das politische Interesse trennte.Zuerst kam Spanisches Ecrimoniel zu uns; baldschrieben die Fürsten, Prinzen, Generale Italiänisch,bis seit dem Glorreichen dreißigjährigen Kriege nachund nach fast das ganze Reich an Höfen und in denobern Standen eine Provinz des Französischen Ge-schmacks ward. Hinweg war jetzt in diesen Stan-den der Deutsche Eharakter! Frankreich ward dieglückliche Geburtsstatte der Moden, der Artigkeitder Lebensweise. An Höfen bekam Alles andre Na-men ; in manchen Landern ward die ganze Landes-verwaltung Französisch eingerichtet. Den Landes-herr», die vereinst Deutsche Fürsten und Landcsver-

walter