der Humanität.
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jeder Mensch, der dieses Namens noch würdig ist,bei Erblickung eines ausgesetzten Kindes befindet.Er begnügt sich nicht, ihm nur nicht vollends denGaraus zu machen, es unbeschädigt und ungestörtda liegen zu lassen wo er es findet; er schafft odertragt es in das Findelhaus damit es wenigstensTaufe und Namen erhalte. Gerade so wünschte ichwenigstens (denn was wäre es nun, wenn auch dar-um noch so viel Lumpen mehr dergestalt verarbeitetwerden müßten, daß sie Spuren eines unsterblichenGeistes zu tragen fähig würden?) wünschte ich we-nigstens alle und jede ausgesetzte Geburten des Gei-stes mit eins in das große für sie bestimmte Findel-haus der Druckerei bringen zu können: und wennich deren selbst nur wenige wirklich dahin bringe,so liegt die Schuld gewiß nicht an mir allein. Ich-thue was ich kann, und jeder thue «uc eben soviel."
So dachte Leßing und so habe Ers denn sei-ner eignen Nemesis Dank, daß nach dem Maaß,naÄ- dem er fremde Handschriften hervorzog, dieSeinigen auch ans Licht gestellt werden. Ehre gnugfür Jeden, Schriftsteller oder nicht, dessen kleinstesBlättchcn, dessen eiligster Brief mit so viel Ehreans Licht treten darf!
6srrs sui isnturn simiiis, ein gar absu wi-derlich es Volk sind wir Deutsche. Unsre Nach-baren rühmen sich ihrer Schriftsteller; sie samm-lcn ihre Werke, Aufsätze, Briefe, Fragmente mitgrößestem Fleiß und fetzen darein ein edles Eigenthum,«ine Nationallehre. So sind (nur wenige aufzuführen,)in Frankreich die Werke nicht etwa nur der Cor-