Band 
Adrastea III. Schluss der Briefe zu Beförderung der Humanität.
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der Humanität.

Schwerlich gibts eine honettere Denkart,als die der Abbt St. Pierre in allen Schriftenäußert. Allgemeine Vernunft und Gerechtigkeit,Tugend und Wohlthätigkeit waren ihm die Regxl,die Tendenz unsres Geschlechts und dessen Wahl-spruch: ckonriso st xaräonnsr, Geben undVergeben. Dazu las, dazu sah und hörte er;ohne Anmaßung. „Eine Eintrittsrede in die Aka-demie. sagte er , verdient höchstens zwei Stunden»die man darauf wendetich bade vier darauf ge-wandt, und denke, das sei honett genug; unsre Zeitgehört dem Nutzen des Staats." —

Ueber den körperlichen Schmer; dachte er nichtwie ein Stoiker, sondern hielt ihn für ein wahres»ja vielleicht für das einzige Uebel, das die Vernunftweder abwenden noch schwachen könne; die meistenandern Uebel, meinte er, seyn abwendbar oder nurvon einem eingebildeten Werthe. Seine Mitmen-schen des Schmerzes zu überheben, sei die reichst«Wohlthat. —

„Man ist nicht verbunden, andre zu am u st-reu, wohl aber niemand zu betrügen" und sobefliß er sich aufs strengste der Wahrheit.

Einzig beschäftigt, das hinwegzubringen, waKdem gemeinen Wohl schadete, war er ein Feind derKriege, des Kriegsruhms und jeder Bedrückung desVolkes; dennoch aber glaubte er, daß die Weltdurch die schrecklichen Kriege der Römer weniger ge-litten habe, als durch die Tibers, die Neronen.„Ich weiß nicht, sagt er, oh Ealigula, D o-Mitian und ihres Gleichen Götter waren; dasnur weiß ich, Menschen warei^ sie nicht. Ich