der Humanität.
den frechen Uebertreter fremder Rechte, den Zer-stöhrer fremder Wohlfahrt, den kecken Beleidigerfremder Sitten und Meynungen, den prahlendenAusdringer seiner eignen Vorzüge an Völker, diediese nicht begehren. Unter welchem Vocwande Je-mand über die Grenze tritt, dem Nachbar als einemSklaven das Haar abzuscheeren, ihm seine Götteraufzuzwingcn, und ihm dafür seine Nationalheilig-thümer in Religion, Kunst, Vorstellungsart undLebensweise zu entwenden; im Herzen jeder Na-tion wird er einen Keind finden, der in feinen eig-nen Busen blickt und sagt: „wie? wenn das mirgeschähe?" — Wächst dies G^ühl, so wird unver-merkt eine Allianz aller gebildeten Na-tionen gegen jede einzelne anmaßende Macht Aufdiesen stillen Bund ist gewiß früher zu rechnen, alsnach St. Pierre auf ein förmliches Einverständ-niß der Cabinette und Höfe. Von diesen darf mankeine Vocschritte erwarten; aber auch sie müssenendlich ohne Wissen und wider Willen der Stim-me der Nationen folgen.
Sechste Gesinnung.
Ueber Handelsanmassungen.
Laut empört sich das menschliche Gefühl gegenfreche Anmaßungen im Handel, sobald ihm unschul-dige stöhnende Nationen um einen Gewinn, der
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