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Ueber allen Verdacht erhaben, ganz mit feinen kos-mopolitischen Entwürfen beschäftigt, voll Vertrauenauf das königliche Wort, beschloß er am Hofe zu er-scheinen.
Seine Freunde verdoppelten ihren Eifer, ja sogarihre Kühnheit, um ihn von einem Schritte zurück znhalten, der ihn seinem Untergänge entgegen führte.
Kurz vor seiner Abreise erhielt er noch einen Brief,worin man ihn sagte: „Erinnern Sie Sich an den Glatt-„bensartikel und die Maxime der Papisten, daß gegen„die Ketzer, mithin auch gegen die Protestanten, kein„ Eid heilig sey. Rufen Sie doch in Ihr Gedächtniß„zurück, daß man den Protestanten, als Urhebern aller„jener Uebel, die das Königreich zerfleischten, einen„ewigen, einen tödrlichcn Haß geschworen hat. - Kann„also die Königin wohl einen andern Zweck haben, als„sie alle zu vernichten? Und welcher Preis würde ihr„wohl dazu zu groß seyn? ihr, einem fremden Weibe,„einer Jtaliänerin, gebürtia aus der Familie der Päpste,„womit die Protestanten Krieg führen? ihr, einer Tos-„kanerin, zur Heimtücke erzogen? Was kann sie ab-„ halten, das Aeußerste zu wagen? Betrachten Sie auf„ der andern Seite unsern König, seine Erziehungsschule„und seine Erzieher. Schwören, meineidig seyn, den„Nahmen Gottes lästern, Mädchen und Weiber ver-führen, Treue, Religion und Gesinnungen heucheln,„seiner Gesichtszüge Meister zu seyn, das lehrte man„ihn bald als Spiel betrachten. Um ihn an Würgen„seiner Unterthanen zu gewöhnen, so mußte er als Kind„Thiere martern und zerfleischen. Ais treuer Schüler
„ seines