unter der vorigen Regierung, als er für seine treuenBlutdienste die Hand derMargaretha von Valois, nach.herigen Königin von Navarra, verlangte, eilte er da-Mahls in hie Arme Heinrichs des Dritten, der seinenSchmerz durch glänzende Hoffnungen zu verwischensuchte, In einer zärtlichen Umarmung wünschte Hein.kick, den Blick auf seine Schwester geheftet, sein Bru-der zu seyn; qber alle diese Erwartungen, die den Aus-bruch seines gekränkten Ehrgeitzeö aufhielten, warenschon mit Heinrichs Rückkunft aus Pohien in Staubgetreten, Die frostige Aufnahme, die ihm von Hein-xich, von dem Herzoge von Alencon, und dem Königevon Navarra widerfuhr, warf ihn auf sich selbst zurück;und so entstand der erste Gedanke, sich an dem Throneselbst zu rächen. Die nehmliche Znrrigue, womit dieKönigin Mutter ihr eigen Werk — den letzten Frieden—und mit ihm die ganze Koalition sprengen wollte, botjhm jene, so sehnlich gewünschte Gelegenheit an, vonden Fesseln des Hofes kos gerissen, einen eigenen Planseiner Rache und seines Ehrgeitzes in der heiligen Liguezur Ausführung zu bringen.
Klein und unbedeutend war im Allgemeinen der An.sang dieses heiligen Bundes; aber schon fürchterlich wa-ren seine Forderungen, ungeheuer seine Fortschritte,verwegen seine Maßregeln, und nicht nur dadurch, son-dern auch durch die Eigenheit des Zwecks, durch die Artder Leitung, und durch die Dauer, unterschied er sichvon allen andern, die eben so bald entstanden, als ver»schwunden waren.