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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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346
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Furcht vor einem giftkzen Hauche, vor verpesteter Lufthatte die festesten Bande der Liebe und Menschlichkeit ge-löst. — Mit banger Erwartung sah jeder einer ähnli-chen Todesart entgegen, und keiner war, der sie nichtüberstanden zu haben wünschte. — Prediger und Mön-che waren die einzigen, die durch die Straßen von Lei-chen, Röchelnden und Ermatteten mit schrecklichem Ge-brülke liefen, und zur Standhastigkeit ermähnten. —Glücklich priesen sie alle, die im Dienste der Sache Got-tes ihren Geist ausgehaucht hatten — dieses Glück,den Besitz himmlischer Freuden, stellten sie als denHauptzweck für Lebende auf. So betäubt über die Ge-fahren, die der Mensch dem Menschen in Gesellschaftdrohte, standen doch zahllose Scharen zu ihrem Predi-gen, und gingen mit dummglaubiger Andacht, gestärktund entschlossen, die Verzweiflung imHerzen, zurück- —

Schon hatte der Herzog von Nemours alle Mittelangewandt, um die nächsten Folgen des ersten zu ver-meiden; allein wenn er nachsichtlich einige über dieMauern springen, wenn er still die Todesverordnungdes Parlaments über Vorschläge zum Frieden unausge-führt , wenn er die schaudervollen Scenen der Hungers-nyth und Pest unterdrücken, und alles gemeinschaftlichiheilen ließ, so hatte dennoch die Fortdauer der Dlokadeaus den Leichen tausend neue hervor gerufen; bald warauch der Ueberfiuß — eine Folge der Pest — von denLebenden verschlungen; und da auch diese nicht raschgenug wüthete, da auch die Zahl aller Lebenden, gegendie der Hingewürgten, noch immer zu groß, und dieErbschaft des Vorraths zu klein war, so entschloß er

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