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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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„den brennenden Wunsch in mir aufsuchen, etwas zur„Linderung desselben beyzutragen? — Freylich kann„ ich es n'.cht hindern, daß die von der Wuth der Ligue„Besessenen, mit ihr in den Abgrund stürzen; aber haben„nicht diejenigen, die mich um Hülfe anstehen, ihre„ Verbrechen schon gebüßt? und können ihnen wohl die„Verbrechen anderer beygemessen werden? Ich muß,„ ick will ihnen die Hand reichen." Heinrich ging ihnenendlich selbst entgegen. Mehr als vier raufend dieserUnglücklichm wurden gerettet. Rührend und herzerhe-beud war es, wie diese Unglücklichen zur Hälfte ge-schleift, zur Halste getragen, mir gebrochener Stimme,ein dankbares Hoch dem Könige! riefen. Von diesemTage an erlaubten sich die Officiere der Vorposten ganzeTruppen durchzulassen, ja sogar Gemeine, ihren Freun-den und ihren Mädchen Lebensrnittel zu schicken. —

Auch dieser Unterschleif konnte zwar die Blokadeverlängern, aber nicht den gänzlichen Mangel ersetzen;und schon wagte es ein anderer Haufe, durch eigenenMuth oder durch die liebevolle Behandlung des Feindes,vielleicht auch durch Abscheu gegen die Ligue verleitet,ein lautes Geschrey um Brot und Frieden zu erheben;allein wenn auch durch rasche Bestrafung der Anführerder blinde Gehorsam wieder in seine vorige Gewalt, unddie Wuth des Hungers unter dem Fanatismus gescheuchtwurde, so gab doch diese Verschwörung die erste Veran-lassung, daß man den Kardinal von Gondy, und einigeandere erwählte, um sich mit dem Könige von Navarraüber die sichersten Maßregeln zur Erhaltung des Staatsund der Religion zu bereden. Diese Unterhandlung

sollte