und ging zu Anfange des Novembers nach Flandernzurück. — Es war nicht Unfreundlichkeit der Jahres,zeit, nicht der kränkliche Zustand seiner Truppen, nichtMangel am Gelde und Lebensmitteln, die ibm den Ab«zug seiner Armee, seinem eigenen Vorgeben nach, noth-wendig machte; auch konnte ihn die Eifersucht des Her-zogs und die Abneigung seines Anhangs dazu wohl nichtvermocht haben — einem großen Geist fehlt es nie anMitteln, über kleinliche und profane Leidenschaften sei-ner Gegner zu siegen. — Es war vielmehr volle, aufErfahrung und Menschenkenntniß gebaute Ueberzeugung,daß die ehrgeitzigen Absichten seines Herrn noch nichtzur Reife gedeihen konnten, so lange er sie unmittelbarmit dem Einfluß seiner Macht — ein Treibhaus, dasdie Pflanze vor der Frucht tobtet — befördern wollte.Er überließ es also den streitenden Theilen selbst, ihreKräfte durch gegenseitige Erbitterung zu erschöpfen; mitder Hpffnung zufrieden, daß ihre Schwäche sie zu einerleichtern Beute für Spanien machen werde. — Vonnun an konnten ihn weder die ungestümen Vorstellungender katholischen Anführer, noch die wilden Anbetungender Rotte der Secyzehncr nnd des bestochenen Pöbels vonseinem Abmarsch abhalten; doch ließ er gegen HeinrichsUebermacht sechs tausend Mann zurück, die das Verlan-gen nach einer flackern Hülfe mit der Macht einer mäch-tiger wirkenden Abwesenheit unterhalten, Heinrichenzwar nicht besiegen, aber auch keinen kampflosen Siegversprechen konnten. Er mußte es vermuthen, daß einso großer Befehlshaber, wie Heinrich, den seine Schwächegenöthigt hatte, ein ruhiger Zuschauer bey seinen vori-gen Unternehmungen zu bleiben, seinen Rückzug mit
einem