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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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371
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ihrer Feigheit und Raubsucht schützen; und sie warentreulos genug, sich von jeder Partey für Geld gebrauchenzu lassen. Auf dem Wege verkauften sie ihren Beystanddem Herzog von Savoyen, um seine ehrgeitzigen Absich-ten zu unterstützen. — Als Mayenne sich ihrer bedie-nen wollte, verlangten sie gute Quartiere undErhohlung.

Aber auch im Heere Heinrichs erhoben sich Faktio»nen, die räglich lauter wurden. /— Der starrsinnigeund eifrige Hugenotte bewachte mit dem Auge eines Ar-gus jeden seiner Schritte. — Seine größten Opfer undseine Aussichten auf die Zukunft schienen ihn zu ungcstü-mcn Forderungen und zu einer Drohuna zu berechtigen rdaß er ihn augenblicklich verlassen würde, wenn er Mienemache, sich in der katholischen Religion unterrichten zulassen. — Der eifrige Katholik murrte über Heinrichsrücksichtslose Dienstergcbung, über jede trauliche Unter-redung mit den Hugonotten, und über jede frohe Miene,die sich in ihrer Gesellschaft auf seine entwölkte Stirnausprägte. — Eine dritte Partey bestand aus demAuswurfjener Menschen, die in Ueberftuß darben, diezu wenig Gefühl für Tugend haben, um ihr den klein-sten Theil ihres Wohllebens zu opfern, die nur den Gottkennen, der ihren schnöden Lüsten keinen Abbruch thut,und die an dem Heiligkhume selbst Verrather werden,wenn ihr Interesse und ihre unersättliche Habsucht dabeybefriediget werden können. Diese Leute (Höflinge undtreue Diener Heinrichs des Dritten genannt) warenmit Navarra in einem ewigen Kriege, weil er ihnen niegab, noch geben konnte, worauf ihre überspannte Fan.taste verfiel. Aus dem Eifer der Katholiken, und den

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