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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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konnte. „Gnädigster Herr, stotterte Mayenne, Sie„haben mich heule von dem Spanischen Hochmuth, und„ den Italiänischen Ranken befrcyet." — „Ich schätze,"entgegnete Heinrich, „ einen Mann von Ehre und Eha-„ rakter, ich zweifle keinen Augenblick an Ihrer Versiche-„rung; sehen Sie, " fuhr er fort, und nahm ihn beyder Hand „ hier und dort will ich noch Verschönerungen„in diesem Parke anbringen, was halten Sie davon?"So unterhielt er seinen ehemahligen Feind, und gingdabey so schnell» daß Mayenne ihm in der Schwüle desTags mit seinem starken und schwerfälligen Körper kaumfolgen konnte. Reichend und schnaubend antwortete ernur noch in einzelnen abgebrochenen Worten, als derKönig lächelnd Sully ins Ohr flüsterte: „Wenn ich„diesen Dickbauch noch lange so spazieren führe, so„werde ich in einem Augenblick für alles Böse, das er mir„angethan hat, gerächt seyn." — „Nicht wahr,„Vetter," so richtete er das Wort an Mayenne, „ich„gehe Ihnen zu geschwinde?" — Der Herzog gestandseine Ermüdung mit einer sichtbaren Verlegenheit. „Ge-„ben Sie mir die Hand, Vetter," fuhr er fort, um-armte ihn, und klopfte ihn auf die Achsel, „denn das„ist meine ganze Rache, die ich an Ihnen genommen„habe." Innigst gerührt, warf sich Mayenne zu denFüßen feines Herrn, küßte weinend seine Hand, undschwor, daß er dem Könige, der erst heute seinen S-egüber ihn vollendet habe, wider seine eignen Kinder die-nen werde, „ich glaube es," so entließ ihn Heinrich,„und damit Sie mir desto langer dienen und mich lieben„können, so gehen Sie'ins Schloß, ruhen Sie aus,„ kühlen Sie Sich ab; denn Sie haben eS nöthig. Ich