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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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546
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§46 -

sten und gefälligen Rathgeber, den Gefährten seiner Lei«den und seiner Freuden. Wenn ein Sully, den in derSchwärmerey der Liebe aufgesetzten Heirathsvertrag desKönigs mit Henriette Balzac zerreißen, wenn er demKönige einer so großen Monarchie sagen konnte: „ich„wünschte allein ein Thor in ganz Frankreich zu seyn,"wenn Sully ihn in der leidenschaftlichsten Aufwallungan seine hödern Pflichten erinnern durfte, wenn Hein-rich sein Herz vor seinem Diener entfaltete, kein Geheim-niß vor ihm verschlossen blieb, wenn dann beyde sichdurch die freye unverhohlne offene Mittheilung ihrer ge-heimsten Empfindungen, Gedanken, Handlungen undSckritte sich aestarkt, getröstet und erheitert fühlten, wennder König seine Macht, sein Ansehen, seine Huld, seineGnade gegen alle vergaß, die im Dienste des Staats,in der Treue gegen seinen Repräsentanten, in der Thä-tigkeit ihrer Pflichten grau geworden waren, und ernun den Schatzmeister nicht bloß in die Stelle des beloh-nenden Fürsten treten ließ; wenn er ungetauschl von dervordringenden Zuneigung des Ehrsüchtigen, des Eigen-nützigen, des Höflings, den stillen Edlen aus der Fernezu sich rief, an sein Herz drückte, und das lohnende Be-wußtseyn erfüllter Pflichten mit ihm theilte — dannmußte wohl ein König Empfänglichkeit für Freundschafthaben, ihren Maßstab kennen, ihren Werth schätzen,ihre Würde fühlen können, dann mußte er wohl denunaussprechlichen Genuß verdienen, den er in ihrem Be-sitze empfand.

So