iLL Rafael Sanzio.
führt, daß dem unbefangenen Kenner nichts zuwünschen übrig bleibt.
Dieses Gemählde ist seit mehr als dritthalbhundert Jahren von vielen Kupferstechern heraus-gegeben worden; allein, nur etliche wenige davonwaren fähig, die oben entwikelten Schönheitendesselben, den Kennern und Liebhabern zum Theilund im Ganzen fühlbar zu machen.
Der erste Mann von Fähigkeit, der sich inRom selbst an diese Arbeit wagte, war Corn.Cort; überhaupt ein geschikter Kupferstecher undguter Zeichner, der aber, wie seine Werke zu zei-gen scheinen, mehr auf den Effekt eines Stückesim Ganzen, als auf die genaue Ueberlieferungjener individuellen Schönheiten bedacht war, diedem Kenner nur nach genauer Betrachtung ein-leuchten, und Rafael besonders eigen waren.Das von ihm nach obigem Gemählde gestocheneBlatt giebt daher eine richtige Idee von der Er-findung, der Anordnung der Figuren, dem großenStyl der Zeichnung und Drapperien; hingegensind die Charaktere der Köpfe, und besondersdas Erhabene im Gesichte des verklärten Christi,nur mittelmäßig überliefert; und in der Figur