Band 
Erster Theil. DIe Florentinische und Römische Schule.
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199
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Polidor von Caravaggio. 199

tzen sucht. — Die Figur des sterbenden Heldenhat ungemein viel Würde, so wie die seinessich gegen ihn bückenden Freundes. Alle Figurensind in einem hohen Styl gezeichnet, und derGeschichte gemäß karakterisirt. Besonders kon-trastirt mit den sämtlichen übrigen Figuren, diealle warmen Antheil an der Begebenheit nehmen,die Figur eines halb priesterlich gekleideten Arz-tes, der mit anscheinender stoischer Gefühllosig-keit dem Sterben des Helden zuschauet. Hoche9. Zoll, y. Linien. Breit: 1. Schuh, 1. Zoll;von Saenredam nach der Zeichnung desGolzius gestochen.

VI.

Die Geschichte der unglücklichen Niobe mitihren Kindern, auf Art halberhobner antiker Ar-beit, in Rom gemahlt, und in einer Folge von8. zusammenzufügenden Blattern von H. Gol-zius gezeichnet, und von Saenredam ge-stochen.

Da dieses Stück eine fortlaufende Verzierungeines Gesimses ist, und ganz in dem Geschmackdes Alterthums gemacht werden mußte, so hatPolidor auch nach der Art der Alten, die ganze