Zustandes von England. 27
England wieder einen Strahl der Freyheit, deraber die Dunkelheit unter der Regierung der Kö-nigin Maria nur desto trauriger machte. Dochauch dieser weibliche Tyrann fand sich genöthigt,von vier Parlamenten, die sie versammelt, zweywieder aufzuheben, weil sie sich nicht zu ihrem Wil-len und noch weniger zu dem ihres tyrannischenGemahls hatten fügen wollen. Die Königin Eli-sabeth blieb im Best; der Macht ihrer Familie,wenn gleich die Gemeinen je mehr und mehr an-siengen, ihr Gew cht zu fühlen, und übcrdas derGeist der Nation durch mancherley Beleidigungenaufgebracht war. Verschiedene Umstände hinder-ten , daß man sie weder dieses Gewicht noch denUnwillen der Nation fühlen ließ: sie sczte ihre Po-pularität ihrer sehr unpopulären Gewalt entgegen.Auf der Erhaltung ihrer Macht beruhte fcrnersdie Sicherheit der protestantischen Religion. Inder Gefahr vor fremden Uebcrfällcn achten dieMenschen selten auf das , was man zu Haufe ge-gen die Freyheit ihrer Enkel vornimmt. Der Um-stand , daß die Königin ein Weib war, zugleichdie romantischen Sitten der Zeit, machten, daßihre Unterthanen Unterwerfung gegen den Souve-rain mit Galanterie gegen eine Dame verwech-selten. Sie vereinigte die feine List eines Weibesmit der Kühnheit eines Mannes, und verzögerte
so