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Einleitung.
sehn Machen mußten. Leo hatte die Beute, welcheer zu erhäschen hoste, schon eher unter seine Günstlingevertheilt, als er noch wissen konnte , wie dieselbe ei-gentlich ausfallen würde. So hatte er denn seinerSchwester MaFdalene im Voraus auf den Ertragder Ablaßsteuer, welcher in den sächsischen Landernerst erhoben werden sollte, eine Anweisung gegeben.Magdalene übertrug die Sorge, den Ablaß predigenzu lassen und die Steuern zu erheben, dem BischöfeArembaud, welcher die Sache nach kaufmännischerWeise denjenigen überließ, die ihm am meisten bo-ten. So gelangte das ganze Geschäft, welches bis aufdiese Zeit in Sachsen von den Augustincrmönchen be-sorgt wurde, an die Dominikaner, die in verschiede-nen Rücksichten eine grössere Ausbeute versprachen.Allein eben diese Mönche verfuhren dabey so auffallendniederträchtig, und verpraßten in öffentlichen Schenkeneinen Theil des Geldes, welches sie durch ihre Predig-ten erlösten, unter so schändlichen Ausschweifungen,daß Martin Luther, ein Augustinermönch zu wit-tenberg, sie öffentlich darüber ausschalt, und, als diesemit leidenschaftlicher Hize entgegen schalten, das gan-ze Ablaßwesen nach Grundsätzen untersuchte und ver-warf. Luther war hierin» keineswegs der erste; undman würde die ganze Sache leicht wieder vergessen ha-ben, wenn er nicht beleidigte Gegner gefunden hatte,welche, um einen verwerflichen, langst gefüylten Miß-brauch zu retten, mit eben so unbesonnenem Eifer alsnichtswürdigen Beweisen die Lehre des Ablasses ver-fochten. Was Lurhcr systematisch und aus histori-schen Gründen bewies , wußten seine Gegner nicht an-ders als durch pabstliche Machtsprüche zu widerlegen.Diese letztere Art der Beweise veranlaßte Luthern,eine weit wichtigere Lehre, als das Ablaßwesen, dieLehre von der pabstlichen Gewalt, zum Gegenstand sei-ner Untersuchungen zu machen. Er behauptete, was