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Erster Band.
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297
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Erstes Buch. 297

nach Rom, und fand bey seinem Onkel Wohnungund fernern Unterricht.

Er hatte sich schon in seinem achtzehnten Jahre demgeistlichen Stande gewicdmet. Allein bald hätten ihmseine heftigen Leidenschaften einen schlimmen Streichgespielt. Die Reize einer /ringen Römerinn fesseltenihn mit einem so mächtigen Zauber, daß es kein Wun-der war, wenn er in der Vergleichung des freudenlo-sen Zölibats mit dem süssen Bande der Ehe letzte-re um vieles erträglicher fand, und, woran es ihmin Rom am allerwenigsten fehlen konnte, an der lü-derlichen Aufführung der Geistlichen tausend Entschul-digungsgründe zum Vortheil seiner leidenschaftlichenLiebe zu haben glaubte. Nach manchen schlaflosenNächten wagte er es auch wirklich, seiner Gelieb-ten, der Tochter eines gewissen dc LNarchis, Hey-rathsantrage zu thun. Aber wie beschämt stuhnd derJunge da, als der Vater, der die Armuth der Bra-fthisichen Familie kannte, so unfreundlich war, jeneAntrage von sich zu weisen *)! In dieser Beschämmugverwünschte er die Liebe, und bändigte seine aufbrau-sende Leidenschaft mit dem Entschlüsse, seinen Berufnunmehr einzig in dem geistlichen Stande zu suchen.Er besuchte von diesem Augenblicke an den Franziska-nermönch , Pater Bianchi, um von ihm in der Theo-logie unterrichtet zu werden. Aber dieser Unterrichtwar sehr mager. Bianchi hatte zwar den Ruhm ei-nes grossen Theologen, und wurde an dem berühmtenGeschichtschreiber Grannone, welchen er vorgeblich

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