Z2o Gesch- d' römischkath. Kirche.
Tragftsiel, wurde von den Staatsbedienten in rothenKappen aufgehoben, und bis zum Thor der Peters-kirche getragen, wo ein Thron für den Pabst undBanke für die Kardinale errichtet waren. Er setz»te sich auf jenen, und neben ihn die beyden erstenKardinaldiakonett Der Erzpriester, Herzog von Fork,hielt an den Pabst eine kurze Anrede, und bat für sichund das ganze Kardinalkollcgium um die Gnade, dieFüsse seiner Heiligkeit küssen zu dürfen. Nach geen-digtem Fußkuffe setzte sich Pins abermals in den Trag-sessel, und ließ sich in der vorigen Ordnung durch dasgrosse Thor der Kirche bis zum Altar des Heil. Sa-kraments hintragen. An diesem Orte stieg er aus derSänfte, verrichtete auf einem mit rothem Sammt be-schlagenen Knicschemmel ein kurzes Gebet, und ließsich hierauf in der nämlichen Sänfte zur Elemcntin»tragen, wo ein Thron für den Pabst Und Bänke fürdie Kardinale und Prälaten errichtet waren. Pinssetzte sich auf jenen , und ließ sich von den Kardi-nälen die rechte Hand, und von den Patriarchen, Erz-bifchöfen und Bischöfen kniend den Fuß und die Knieküssen. Der vömische Senat, die Fürsten und Abge-sandten auswärtiger Höft, siuhnden an den Stufendes Throns.
Mittlerweile kleideten sich die Kardinale nach ihrerOrdnung, und alle übrigen Prälaten in ihren Ponti-fikalhabit. Hierauf erhub sich der Pabst, nachdem ihmdie Mitra abgenommen wurde, betete leise das VaterUnser und Ave Maria, und stimmte dann die Terzaan, welche das Chor forksang. Wahrend dieses Ge-sangs ließ er sich von dem ersten Kardinaldiakon mitdem päbstlichen Ornate, welcher in dem Gürtel, demSchleyer, der Stolle, der Tonicella, der Dalmakika,den Handschuhen, der Pianeta, dem Mantel und derMitra besteht, bekleiden, und von dem assistierendenKardmalbrschofe den Ring anstecken. Hierauf erhuS