Band 
Erster Band.
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S26 Gesch. d. römtschkath. Kirche.

den. Die Royalisten waren in Ansehung ihrer Sa-che weit weniger verlegen. Denn sie wußten, daß ih-re Könige Macht genug in Handen hatten, den rö-mischen Hof geschmeidig zu machen, so bald er eswagen möchte, das mit dem Riemens XIII. unter-brochene Schauspiel wieder anzufangen. Der Pabstwar so wenig geneigt, sich durch unzeitigcn Wider-stand unvermeidlichen Gefahren auszusetzen, daß erviel lieber seinen eigenen AelanrenHeist bezämte, undgerade diejenige Parthey ergriff, von welcher es sichniemand träumen ließ, daß sie jemals ein Zclanreergreifen würde, nämlich jedesmal nur so viel zu wagen,als sich ohne augenscheinliche Gefahr, verkürzt zu wer-den, wagen ließ, sich vor jedem Widerstände wohlbe-dächtig zurückzuziehen, und die Umstände, so viel alsmöglich, zu benutzen.

Alles, was Plus zum Nutzen oder Schaden derExjesuiten bey seinem Regierungsantritte that, bestuhndalso darinn, daß er den Advokaten Andrem , wel-cher den Kriminalprozeß der in der Engelsburg ver-wahrten Religiösen dieses Ordens einleitete, öfterszu sich kommen, und von ihm die Prozeßakten sich mit-theilen ließ. Durch diese Politick wußte er beide Faktio-nen, wo nicht zum gänzlichen Stillschweigen zu brin-gen , doch wenigstens zu beruhigen. Die Zclanrcn glaub-ten, plus lasse sich die Akten dieses Prozesses in kei-ner andern Absicht vorlegen, als in denselben die Un-schuld der Epjesuiten zu finden; und die Royalrsteuvermeynten, es geschehe dieses, um selbst mittels desProzesses ihre völlige Ausrottung zu beschleunigen, pluswar froh, durch eine solche List beyde Partheyen täu-schen zu können; linderte aber gleichwohl, wozu ihn selbstdie Menschlichkeit auffoderte, das Schicksal der Ge-fangenen; erlaubte ihnen, auf dem Kastell der Engels-burg frey umher zu gehen, nahm ihnen die Wache,die sie seit ihrer Gesangennehmung stets au ihrer Seis