zzz
Zweytes Buchi
lichen Thron ihre Plätze in der Kapelle haben. Wasvon der ganzen sehr beträchtlichen Menge dieser Figu,reu übrig blieb, sollte den Pilgrimmen gereicht wer-den, die während des Jubiläums nach Rom kamen.
Daß diese armen blinden Menschen aus abergläubi-schen Begriffen solchen nichtswerthen Wachsbilder-chen eine ganz besondere Kraft beylegen, ist eine Sa-che , worüber man sich eben nicht sehr verwunderndarf. Aber schmutzige Gewinnsucht und Betteley ver-räth es, daß sehr viele römische Priester diese ge-weihte Talismannen, deren einer höchstens einige Pfen-ninge gilt, an die armen Pilgrime für so viele Thalerverkaufen. Pins wollte einem Unfugs steuern, der inden Augen aller wohldenkendcn Menschen für verab-schcuungswürdig angesehen wurde, und ließ durch denKardinalvikar von Rom, Mark Anron Lolonna, einEdikt bekannt machen, worinn nicht allein der Ver-kauf dieser Agnus Der, sondern aller Reliquien, untersehr nachdrücklichen Strafen verboten wurde.
Viertes Kapitel.
Seehafen zu Ankona. Rardinalpromozionen.Pins will die römische Geistlichkeit reformie-ren ; geht aber selbst mit keinem guten Beyspielsvoraus.
d?ach Beendigung des Osterfestes wiedmeke j)ius neu-erdings Finanzprojekten seine Aufmerksamkeit. Schonmehrere seiner Vorfahren hakten den Plan zu einemSeehafen in der Mark Ankona entworfen, und zumTheil auch die Ausführung dieses Planes werkthätigbetrieben. Man wollte den Levantischen Handel ansich ziehen, und mittels desselben den Kirchenstaat be-reichern. Das Unternehmen war groß und kostspielig,und aus dieser Ursache vornämlich geschickt, die A»ft(Gesch. d. röm. Birchc. I. Bd.) U