Zweytes Buch. Zn
so tadelt man durchgehends die Eitelkeit, die er itrseinem äusserlichen Putze zeigt. Man findet es abge-schmakt, daß er diese eitele Zierrerey so gar durch Mün-zen verewige, und sich auf denselben mit einem Haar-putze, der allen seinen Vorgängern ganz fremd war,abbilden lasse *). So unbedeutend diese Abweichungenvon bisher üblichen Gewohnheiten find, so auffallendsind sie doch; und so gerne bediente sich ihrer derspottende Römer als einer Gelegenheit, feinen Starchelwitz zu üben.
Fünftes Kapitel.
Allgemeine Bemerkungen über den Zustand derkatholischen Staaten in diesem Zeiträume.
d)ius Vl. setzte sich gerade zu einer Zeit auf den rö-mischen Stuhl, in welcher entweder der gewaltthätig-sie und glücklichste Despote, oder der gutartigste undaufgeklärteste Menschenfreund hätte Pabst werden sol-len. Erstcrm wäre es vielleicht > da die Begriffe derVölker noch lange nicht geläutert waren, mittels einerfrechen und glücklichen Gewaltthat gelungen > den Hil-debrandiemus zu retten; und letzterer hätte, ausEhrlichkeit und Klugheit, die Stimmung seines Zeit-alters benutzt, um Staat und Kirche irr ein harmoni-sches Verhältniß zu bringen. Aber pius Vl. war we-der ein Hildebrand, noch ein Gsnganelli. Ihn ge-lüstete es, dreyfach gekrönt zu werden; ob er das auf
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