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Erster Band.
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392 Gesch. d. römischkath. Kirche.

Wahl pius Vl geschehen würde. Unläugbar hattedie Faktion der Zelanten den Sieg erhalten; und dieJesuiten waren allerdings berechtiget, nicht nur ihrenahe Erlösung, sondern ihre'gänzliche Wiederherstel-lung zu erwarten Allein Pins war einerseits zufurchtsam, etwas zu thun, wozu ihn Dankbarkeit undGrundsätze ermunterten, und anderseits zu redlich,um gleich in dem ersten Augenblick ein Work zu bre-chen, welches er bey seiner Wahl den Royalisten we-nigstens zu ihrer Beruhigung gegeben hatte. Auchkonnte er der mißlichen Lage sich noch immer erinnern,in welche sein Voriahrer gerteth ' als er mit derAusfertigung des Aufhebungsbreve zögerte, und gleich-sam mir Drohungen dazu genöthiget werden mußte.*)Daher läßt sich denn auch das zweydeutige Benehmendes Pabstes in dieser Sache erklären. Heimlich be-günstigte er stets die EHesmren; und war es um öf-fentliche Urtheile zu thun, so sprach er, wie es die welt-lichen Höfe gerne hörten.

Ohnstreitig mußte man, um die Loslassung der Ge-fangenen aus der Engelsburg zu erzwecken, dem Kri-minalprozesse, der über dieselben schwebte, eine günstigeWendung geben. Man bemühte sich, selbst in dem Um-stände, daß während der vorigen Regierung nicht sämt-liche Beklagte zur Verhör gezogen wurden, einen Be-weis für die Unschuld der Jesuiten zu finden. Alleindiese Verzögerung beweiset weit eher die Gebrechender römischen Gesetzgebung, als einen Mangel vonSchuld an den Beklagten. Ausserdem aber hattensich gleich nach Aufhebung ihres Ordens die Gesund-heitsumstände des Pabstes so sichtbar verschlimmert,

*) kia VI. zvrsbbs len^ü meno poüo in libertz Ln rial xriinywninent» äel !uo kontlücgto zli Lxloci, le non »vells avn-t» n innre ä'incootrar tutt-l quell' Illiiiäe äi ckilsüri e cki rsp-xrellsglle , cbe luiono nsl kegno äel luv Lntecellore»Mss».