Band 
Erster Band.
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Drittes Buch.

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ihren Brevieren die Offizia auf die Festtage ihrer Or-densheiligen zu beten. Dieses und jenes hätten sieimmerfort ungehindert thun mögen. Ihr Fanatism'und ihr Bigotism' waren wohl ihre geringsten Versbrechen. Beydes hatten sie mit allen Mönchen gleich;und beydes Ware an ihnen, so tvie an diesen, nieahndungswürdig befunden worden.

Indessen durften die Symptome solcher Schwärmereynicht ganz unbemerkt gelassen werden, da gewöhnlichderselbe nur eine Hülle ist, unter welcher ihre feineArglist verborgen liegt. Dieser von allen Seiten aufdie Spur zu kommen, schien das wichtige Anliegender spamWcn Regierung zu seyn; und in dieser Ab-sicht glaubte sie, den Gesandtschaftsposten zu Romden geübtesten Politikern anvertrauen zu müssen. Mo-nino wurde zu Ende dieses Jahres nach Madrid abge-rufen , und unter dem Namen eines Grafen von FloridaBianca zum Staatssekretair ernannt. An feine Stellekam der Herzog Grimaldi nach Rom, der diese wich-tige Gesandtschaft mit Kenntnissen antrat, die er alsvorheriger Staatsminister sich erworben hatte.

Der portugiesische Hof handelte, so lange pombalam Staatsruder saß, nach der Politik des spanischen.Beyde Machte waren zwar in diesem Jahre gegen ein-ander im Kriege begriffen; dieses aber hinderte sie nicht,in Ansehung der römischen Anliegenhciten übereinstim-mend zu Werke zu gehn. Wie zu Madrid, so nahmman auch zu Lissabon alle erdenkliche Vorsicht, dieVersuche zu vereiteln, die etwa von den Jesuiten fürihre Rückkehr in beyde Reiche gewagt werden möch-te. pombal konnte aber auch sein Mißtrauen gegensie nicht leicht zu weit treiben. Noch fehlte es einemOrden, der seit mehr als zweihundert Jahren ganzPortugal beherrschte, und diesesKönigreich gleichsamfür sein Eigenthum hielt, an Gönnern nicht, die durchdie Gewalt, mit welcher das Ministerium verfuhr,