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Drittes Buch.
Zweytes Kapitel.
Unternehmungen der Republik Venedig, und desRöniges von beyden Sizilien.
Äle Aristokraten von Venedig, mit welchen plusschon in seinem ersten Regierungsjahre in unangenehmeHändel sich verwickelte, waren entschlossen, eher förm-lich mit Rom zu brechen, als sich ihre Staatsgewaltschwachen zu lassen. Bereits hatten sie mehrere katho-lische Höfe aufgefodert, sich gemeinschaftlich mit ihnenden Zumuthungen des Pabstes zu widersetzen; undWien sowohl als Lfteapel schienen nicht ungeneigt,diesen Winken zu folgen.
plus wollte anfangs unerschrocken dem herannahen,den Ungewitter entgegengehn , und war entschlossen,den Versuch zu wagen, in weit er sich allenfalls Ge-walt und Drohungen gegen die Republik erlauben dürfte.Beydes wurde ihm von seinen Lieblingen, den Rczzo-nichi, mißrathcn, welche als geborne Venezianer weitbesser , als er, den Charakter ihrer Landsleuthe kann-ten. Allein pius fühlte die Kränkung zu tief, und dieerste Aufwallung seines Zornes war zu heftig, um dem-jenigen, was die Politik ihm rieth, Gehör geben zukönnen. Er begegnete also dem Gesandten der Repu-blik, welcher die Präkonisierung des neuerwahlten Pa-triarchens von Venedig federte, auf eine Art, die esvernehmlich genug zu verstehen gab, daß es Sr. Hei-ligkeit fester Entschluß sey, sich vorerst Gehorsam undUnterwerfung zu verschaffen, ehe daran gedacht werdenkönnte, den Patriarchen zu prakonisieren.
Die Venezianer liessen sich durch eine Drohung,die um ein Jahrhundert zu spat kam , nicht schrecken.
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