LZ4 Cherubin» Alberti.
nadel gebraucht zu haben. Seine zahlreichen Ku-pferstiche sind nicht alle in einerley Styl gearbeitet;diejenigen aber sind die vorzüglichsten, welche demZlugusttn Carracci am nächsten kommen. Dergrosse Fehler im Kupferstechen der damaligen Zeitwar, daß man so wenig auf die grosse Wirkungdes Helldunkel Rücksicht nahm; die Lichter sind zer-streut, sowohl in entfernten Gegenständen, als inden Hauptfiguren und Vordergründen, so daß da-durch die Harmonie des Ganzen und die Abstu-fung der Gegenstände ganz verloren geht. Dienackenden Figuren unsers Künstlers sind selten un-richtig gezeichnet; derselben Aussentheile sind be-stimmt vorgetragen, und seine Köpfe voll Aus-druck; aber seine Gewänder sind steif und hart.Seine Kupferstiche können alle sein grosses Kunst-talent beweisen, zumahl da diese Kunst damalsnoch weit entfernt von der Vollkommenheit war.Lartantio Picht, ein Schwager «therubins, hat-te nach seinen herausgegebenen lottere pittoriclisden Vorsatz, alle Platten herauszugeben, welchewährend dem Leben unsers Künstlers nicht abge-druckt worden; und obgleich dieser Plan nicht ganzausgeführt ward, so ist es doch gewiß, daß einige