s6 I. G. van Vliet.
einig. Herr Baxtsch, der fähig ist, über diesen Ge-genstand zu entscheiden, ist nicht der Meynung derer,die, indem sie die Stiche von van vliec im Allgemei-nen loben, es so weit rreiben, zu sagen: Er habe seinenMeister in einigen Theilen übertreffen. Um ohne Ueber-treibung zu reden, muß man sagen, daß er mehrereBlatter von großem Lerdienste gemacht habe, daruntersind alle die, so er nach Rcmbrandr radiert. —-
Was eigentlich die Stiche von "an vlicr von seinerErfindung charakterisiert, ist, daß sehr dunkle und ein-tönige Schatten gewöhnlich im Gegensatze mit zu schnei-denden Lichtern sind. Seine Figuren sind unedel undvon gemeiner und unrichtiger Zeichnung. Die Aufer-weckung des Lazarus, die Passion, die Ausschweifun-gen, die fünf Sinnen, die Künste und Handwerkeund viele andere Stücke beweisen, was eben behauptetwurde.-
van vliet bediente sich nicht sehr feiner Nadeln.Er atzte kräftig und arbeitete in seine Platten viel mitdem Grabstichel, den er mit vieler Geschicklichkeitführte, nur aber etwas zu nett, um das Mahlerischehervorzubringen, das man in den Stichen von Aeimbrarrdr und Livens siehet.