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Handbuch für Kunstliebhaber und Sammler über die vornehmsten Kupferstecher und ihre Werke : vom Anfange dieser Kunst bis jetzo : chronologisch und in Schulen geordnet / nach der französischen Handschrift des Herrn M. Huber bearbeitet von C.C.H. Rost
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IS Die Stecherkunst in Frankreich.

Nadel, diesen Reitz, diese Bestimmtheit zu erreichen,zu welchen gewöhnlich die Stecher nur durch dasZierliche und Regelmäßige des Grabstichels gelangen.Das Fleisch in den Porträten von Morin ist punfttirt wie bey Boulanger, aber diese mit der Nadelgemachten Punkte sind von malerischer Wirkung alsjene mit dem Grabstichel. Man darf nur einigeStücke dieser beyden Künstler vergleichen, um denUnterschied der Wirkung zu fühlen, der zwischen bey-den Manieren statt findet.

Mehrere Stecher die zu dieser Zeit blüheten willich mit Stillschweigen übergehen und nur Ernt-knume vnller und Pierre -Darer erwähnen, welchebeyde zu Rom und Paris arbeiteten; ihr Grab-stichel ist nett zuweilen aber trocken. Dauer- war einSchüler von Bloemaert den er nicht erreichte undder Lehrer von poilly, von dem er übertreffen ward.

Unter den Stechern nach poussin vor G. Audrnn,will ich vorzüglich Jean pesne und Llnudine Stellnanführen. Pesne ätzte seine Stiche nach poussinzuerst kräftig, und brachte dadurch eine malerischeWirkung hervor die den meisten Liebhabern gefallt.Claudine Stelln übertrafihn sowohl durch Geschmackals durch Kunst; sie legte sich mehr auf den Stich